Vorbereiten

Preppen

Was ist Prepping? 

Prepping, abgeleitet vom englischen Wort „preparing“, bedeutet, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Diese Vorkehrungen gewährleisten, dass Sie auch im Notfall Zugang zu den grundlegenden Dingen des täglichen Bedarfs haben.
Dazu gehören Nahrung, Wasser, Wärme und medizinische Versorgung.

Prepper können sich mit Lebensmitteln, Wasser und grundlegenden Dingen wie Erste-Hilfe-Materialien und Werkzeugen eindecken, um im Bedarfsfall autark zu bleiben.

Manche Prepper gehen noch weiter und entwickeln Fähigkeiten, um ihre eigenen Lebensmittel anzubauen, ihre eigene Energie zu erzeugen oder medizinische Notfallversorgung zu leisten.

Letztendlich geht es bei der Vorsorge darum, in dieser unsicheren Welt Kontrolle und Sicherheit zu schaffen.

Verspotten von Prepping 

Prepping wird oft als eine extreme, fast schon apokalyptische Aktivität angesehen, die ausschließlich denjenigen vorbehalten ist, die der Gesellschaft, der Regierung oder denjenigen, die sich auf das Ende der Zeiten vorbereiten, misstrauen.

Dieses Bild wurde durch populäre Medien verstärkt, die Prepper als Menschen mit extrem pessimistischen Erwartungen darstellen.

Dies kann dazu führen, dass Menschen, die mit der praktischen Seite der Krisenvorsorge nicht vertraut sind, diese schnell als etwas Seltsames oder Überzogenes abstempeln.

Zum Beispiel: „Warum hast du Angst?“ oder „Die Regierung ist dazu da, uns zu schützen.“
"So schlimm kann es doch nicht sein" oder sogar "Du bist doch kein Spinner, oder?"

Vorsorge bedeutet nicht, in Angst zu leben, sondern selbstbewusst auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Und dafür ist nicht allein die Regierung verantwortlich.
Betrachten Sie es als eine Art Versicherung für den Fall, dass sie benötigt wird, genau wie beispielsweise eine Feuerversicherung.

Wie fange ich mit den Vorbereitungen an? 

Für Anfänger kann die Vorbereitung überwältigend wirken.

Es ist jedoch wichtig, klein anzufangen und schrittweise aufzubauen.
Nachfolgend sind die wichtigsten Schritte für den Einstieg in die Vorbereitung aufgeführt.

Beginnen Sie mit den grundlegenden Notwendigkeiten
Legen Sie zunächst einen Notvorrat an, der Ihnen und Ihren Mitbewohnern hilft, mindestens 72 Stunden lang autark zu bleiben.

Dieses Inventar enthält:

  • Wasser
    Etwa 3 Liter pro Person und Tag für Trinkwasser und Hygiene.
  • Essen
    Nicht verderbliche und nahrhafte Produkte wie Konserven, Nüsse, Getreide und Trockenfrüchte.
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung
    Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel und alle weiteren Medikamente, die Sie benötigen.
  • Hygieneprodukte
    Denken Sie gegebenenfalls an Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Damenbinden.

Notfallfähigkeiten entwickeln
Neben der materiellen Ausrüstung ist es wichtig, grundlegende Fertigkeiten zu erlernen. Dazu gehören Erste Hilfe, Brandschutz und einfache Reparaturen. Auch das Entzünden eines Feuers, die Wasseraufbereitung und die Konservierung von Lebensmitteln sind wertvolle Fähigkeiten.

Erstellen Sie einen Kommunikations- und Evakuierungsplan
In Notfällen kann das Mobilfunknetz ausfallen oder die Kommunikation eingeschränkt sein. Ein Kommunikationssystem wie ein Funkgerät oder Walkie-Talkie kann daher unerlässlich sein, um über die Lage informiert zu bleiben. Auch die Erstellung eines Evakuierungsplans ist wichtig, falls Ihr Zuhause nicht mehr sicher ist.

Bauen Sie einen langfristigen Warenbestand auf
Sobald Ihr Grundvorrat für 72 Stunden aufgebraucht ist, können Sie sich auf längerfristige Optionen konzentrieren. Ein guter Langzeitvorrat umfasst haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln und getrocknete Bohnen. Sie können auch in Konserven und gefriergetrocknete Lebensmittel investieren, die bis zu 25 Jahre haltbar sind.

Investieren Sie in Notfallvorräte
Zukünftig können Sie beispielsweise in Folgendes investieren:

  • Selbstversorgende Energiequellen
    Denken Sie an Solarpaneele oder Generatoren.
  • Wasseraufbereitungssysteme
    Zum Beispiel Wasserfilter oder Wasserreinigungstabletten.
  • Schutzausrüstung
    Dies kann je nach Standort und Bedarf von warmen Decken bis hin zu Schutzkleidung für chemische Notfälle reichen.

Pflegen Sie Ihren Bestand und Ihre Fähigkeiten
Es ist wichtig, Ihren Vorrat regelmäßig zu überprüfen und ihn bei Bedarf aufzufüllen. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel und Medikamente mit Verfallsdatum. Halten Sie außerdem Ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand, beispielsweise durch die jährliche Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs.

Zusammenfassend
Prepping bedeutet mehr als nur Lebensmittel und Wasser zu lagern; es bedeutet, sich auf die Unwägbarkeiten des Lebens vorzubereiten. Indem Sie Ihre Vorräte und Fähigkeiten schrittweise aufbauen, können Sie sich und Ihre Familie in Notzeiten nicht nur selbst versorgen, sondern sind auch besser gerüstet, anderen zu helfen. Prepping bietet Ihnen Sicherheit, Unabhängigkeit und Kontrolle – ein wertvolles Gefühl der Geborgenheit in einer sich schnell verändernden Welt.